INHALT

Nebraska, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) lebt gottesfürchtig und allein in einer kleinen Grenzstadt in den endlosen Weiten des Wilden Westens. Der Kampf gegen die unerbittliche Natur und die Einsamkeit ist für die Frauen der Pioniere hart. Als die drei Farmersfrauen Arabella (Grace Gummer), Theoline (Miranda Otto) und Gro (Sonja Richter) aus unterschiedlichen Gründen den Verstand verlieren, beauftragt die ärmliche Gemeinde Mary, die drei Frauen zurück in die Zivilisation im Osten zu begleiten, wo sich eine Methodistengemeinde unter der Obhut von Altha Carter (Meryl Streep) um sie kümmern kann. Gleich zu Beginn ihrer Reise trifft sie auf den Outlaw Briggs (Tommy Lee Jones), dem sie das Leben rettet und gegen Geld das Versprechen abnimmt, sie den kompletten Weg zu begleiten. Auf dem entbehrungsreichen Treck gen Osten trotzen sie Stürmen und lebensgefährlichen Begegnungen mit Siedlern und Indianern und beginnen langsam die Gesellschaft des jeweils anderen zu schätzen. Eines Tages jedoch eskaliert die Situation...

TRAILER

Tommy Lee Jones (George Briggs/Regie)

Tommy Lee Jones (George Briggs/Regie)

Fällt sein Name in Hollywood, schwingt Bewunderung und großer Respekt mit - ob bei Kollegen, Regisseuren oder Journalisten. Eine Anerkennung, die sich Tommy Lee Jones durch seine Präsenz und Darstellungen erworben hat, die nie auf große Gesten setzten, aber dennoch große Gefühle sichtbar machten.

Seine erste Oscar®-Nominierung erhielt der in San Saba geborene Texaner, der als junger Mann mit seinem Vater für kurze Zeit auf Ölfeldern arbeitete und Jahre später sein Englischstudium in Harvard cum laude abschloss, für Oliver Stones Drama JFK (JFK -Tatort Dallas", 1991). Drei Jahre nach seiner Darstellung des undurchschaubaren Geschäftsmannes Clay Shaw hielt Jones schließlich den Oscar® in seinen Händen. Er wurde als "Bester Nebendarsteller" ausgezeichnet für seine Leistung als kompromissloser U.S. Marshal Sam Gerard in Andrew Davis’ Welthit THE FUGITIVE ("Auf der Flucht", 1994). Eine Rolle, für die er zuvor bereits einen Golden Globe® erhalten hatte.

Zwei weitere Oscar®-Nominierungen sollten folgen. Den Anfang machte Paul Haggis’ Drama IN THE VALLEY OF ELAH ("Im Tal von Elah", 2007), in dem Jones eine berührende Performance als Ex-Soldat zeigte, der hartnäckig das mysteriöse Verschwinden seines Sohnes, eines Kriegsheimkehrers, aufzuklären versucht. Dafür erhielt er eine Oscar®-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller", seine erste in dieser Kategorie. Schließlich wurde er ein drittes Mal als "Bester Nebendarsteller" vorgeschlagen - für seine Leistung als charismatischer republikanischer Politiker und Sklavereigegner Thaddeus Stevens in Steven Spielbergs biografischem Drama LINCOLN ("Lincoln", 2012). Für die Interpretation dieser Rolle erhielt er überdies den Award der Screen Actors Guild (SAG) sowie Nominierungen für den Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), den Golden Globe® und den Critics’ Choice Award.

In den deutschen Kinos sah man den 67-Jährigen zuletzt als geplagten, mit dem Schutz von Robert De Niro beauftragten FBI-Agenten in Luc Bessons Actionkomödie THE FAMILY ("Malavita - The Family”, 2013), in David Frankels Dramödie HOPE SPRINGS ("Wie beim ersten Mal”, 2012) und als Agent K in Barry Sonnenfelds Franchisefortsetzung MEN IN BLACK 3 ("Men in Black 3", 2012). Darüber hinaus verkörperte er zwei entschlossene Führungsoffiziere - einen fiktiven in Joe Johnstons Comicverfilmung CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER ("Captain America: The First Avenger", 2011) und den legendären General Douglas MacArthur in Peter Webbers biografischem Drama EMPEROR ("Emperor - Kampf um den Frieden", 2011). Schließlich war er als integrer Konzernmanager mit Gewissen auch in John Wells’ Drama THE COMPANY MEN ("Company Men", 2010), als Südstaaten-Cop in Bertrand Taverniers Kriminaldrama IN THE ELECTRIC MIST ("In The Electric Mist - Mord in Louisiana", 2009) und als in die Jahre gekommener Sheriff in Joel und Ethan Coens meisterhafter Cormac-McCarthy-Verfilmung NO COUNTRY FOR OLD MEN ("No Country For Old Men", 2007) zu sehen.

Einen seiner größten Erfolge in den letzten zehn Jahren feierte Jones 2005 mit seinem Kinoregiedebüt THE THREE BURIALS OF MELQUIADES ESTRADA ("Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada"), das bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in den Wettbewerb eingeladen wurde. Für diesen modernen Western, eine Geschichte über Mord und Freundschaft an der texanisch-mexikanischen Grenze, wurden Jones in Cannes als "Bester Darsteller" und Guillermo Arriaga für das "Beste Drehbuch" ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt Jones’ Filmregieerstling vier Nominierungen für den Independent Spirit Award - in den Kategorien "Bester Film", "Bestes Drehbuch", "Beste Kamera" und "Bester Nebendarsteller".

Ein Jahr später feierte Robert Altmans A PRAIRIE HOME COMPANION ("Robert Altman’s Last Radio Show", 2006) Premiere. Ein Filmableger von Garrison Keillors populärer Radiosendung, in der Jones an der Seite von Meryl Streep und Kevin Kline einen reichen Geschäftsmann spielte. 2003 verkörperte er Cate Blanchetts entfremdeten Vater in Ron Howards Western THE MISSING ("The Missing") und verfolgte Benicio del Toro in William Friedkins Actiondrama THE HUNTED ("Die Stunde des Jägers"). Ein Jahr zuvor bildete er mit Will Smith und Regisseur Barry Sonnenfeld bei MEN IN BLACK 2 ("Men in Black 2", 2002) erneut ein erfolgreiches Comedyteam. In Clint Eastwoods SPACE COWBOYS ("Space Cowboys", 2000) flog er mit James Garner und Donald Sutherland ins All, verteidigte in William Friedkins Militärdrama RULES OF ENGAGEMENT ("Rules - Sekunden der Entscheidung", 2000) einen von Samuel L. Jackson dargestellten Offizier. In Bruce Beresfords Hitthriller DOUBLE JEOPARDY ("Doppelmord", 1999) jagte er als Cop Ashley Judd, in U.S. MARSHALS ("Auf der Jagd", 1998), der von Stuart Baird inszenierten Fortsetzung seines Hits "Auf der Flucht", dann auch Wesley Snipes. Schließlich spielte er erstmals Will Smiths Partner in Barry Sonnenfelds MEN IN BLACK ("Men in Black", 1997), gehörte damit zu den Erfolgsgaranten eines Films, der mit einem weltweiten Einspiel von über 500 Millionen Dollar die Hitliste des Jahres anführte.

Jones’ vier Jahrzehnte umspannende Filmkarriere begann mit einer kleinen Rolle in Arthur Hillers Welthit LOVE STORY ("Love Story", 1970). In den folgenden Jahren unterstrich er seine Vielfältigkeit. So verkörperte er einen mitfühlenden Cop in Irvin Kershners Thriller EYES OF LAURA MARS ("Die Augen der Laura Mars", 1978), Sissy Spaceks Ehemann in Michael Apteds Biografie COAL MINER’S DAUGHTER ("Nashville Lady", 1980) - eine Rolle, für die er seine erste Golden-Globe®-Nominierung erhielt. In Mike Figgis’ Drama STORMY MONDAY ("Stormy Monday", 1988) war er ein krimineller Geschäftsmann, in Andrew Davis’ Actionfilm THE PACKAGE ("Die Killer-Brigade", 1989) ein Militärgefangener, in Davis’ Hit UNDER SIEGE ("Alarmstufe: Rot", 1992) ein Terrorist, in Oliver Stones Drama HEAVEN AND EARTH ("Zwischen Himmel und Hölle", 1993) ein Vietnamveteran, in Joel Schumachers John-Grisham-Adaption THE CLIENT ("Der Klient", 1994) ein Staatsanwalt, in Tony Richardsons Beziehungsdrama BLUE SKY ("Operation Blue Sky", 1994) ein Offizier, in Joel Schumachers Comicsequel BATMAN FOREVER ("Batman Forever", 1995) ein charismatischer Bad Guy und in Ron Sheltons Sportdrama COBB ("Homerun", 1994) schließlich die Baseball-Legende Ty Cobb.

1995 stand Tommy Lee Jones erstmals auch hinter der Kamera, inszenierte mit Sissy Spacek, Sam Shepard, Frances McDormand, Matt Damon und sich selbst in den Hauptrollen den TV-Western "The Good Old Boys" ("Einmal Cowboy, immer Cowboy") - eine Adaption eines Romans von Elmer Kelton. Für seine Darstellung des Cowboys Hewey Calloway wurde Jones für einen Screen Actors Guild Award® sowie für einen CableACE Award nominiert. Den wichtigsten Fernsehpreis, den Emmy®, hatte er bereits 1983 für das Drama "The Executioner’s Song" gewonnen, in dem er eine authentische Figur, den um seine Hinrichtung kämpfenden Mörder Gary Gilmore, eindringlich verkörperte. Eine weitere Emmy®-Nominierung sowie eine Golden-Globe®-Nominierung brachte ihm die Hauptrolle in der Miniserie "Lonesome Dove" ("Der Ruf des Adlers"), die erfolgreiche Adaption eines Romans von Larry McMurtry, ein.

Zu seinen zahllosen weiteren TV-Auftritten zählt die Titelrolle in der Miniserie "The Amazing Howard Hughes" ("Der legendäre Howard Hughes") die mit Jessica Lange besetzte Tennessee-Williams-Adaption "Cat on a Hot Tin Roof" ("Die Katze auf dem heißen Blechdach"), außerdem John Frankenheimers für HBO realisiertes Drama "The Rainmaker" nach dem Bühnenstück von Richard Nash, sowie die Dramen "Yuri Nosenko, KGB" und "April Morning" ("Ein Tag im April").

Auch auf der Bühne unterstrich Tommy Lee Jones sein Können. 1969 debütierte er am Broadway in John Osbornes Drama "A Patriot For Me", dem später am Broadway unter anderem Auftritte in der Einakter-Reihe "Four on a Garden" (mit Carol Channing und Sid Caesar) und in Marjorie Barkentins Drama "Ulysses in Nighttown" (mit Zero Mostel) folgten.

Hilary Swank (Mary Bee Cuddy)

Hilary Swank steht seit über 24 Jahren vor der Kamera und hat im Laufe ihrer Karriere mit einigen der renommiertesten internationalen Regisseure zusammengearbeitet. Dabei erwarb sie sich mit vielen exzellenten und erfolgreichen Rolleninterpretationen den Ruf einer vielseitigen, herausragenden Charakterdarstellerin.

Nachdem sie bereits knapp ein Jahrzehnt für Film und Fernsehen gedreht hatte, feierte sie mit Kimberly Peirces biografischem Drama BOYS DON’T CRY („Boys Don’t Cry", 1999) ihren großen Durchbruch. Ihre Leistung als Brandon Teena, als junge Frau, die sich deplatziert in ihrem Körper fühlt und sich verhängnisvoll als Mann ausgibt, brachte ihr den Oscar® als "Beste Hauptdarstellerin", darüber hinaus auch den Golden Globe®, den Critics’ Choice Award sowie Preise der New York Film Critics, der Los Angeles Film Critics, der Chicago Film Critics und der National Society of Film Critics ein. Des Weiteren wurde sie für den Screen Actors Guild Award® und den Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) vorgeschlagen.

Fünf Jahre später wiederholte sie diesen Triumph mit Clint Eastwoods Drama MILLION DOLLAR BABY ("Million Dollar Baby”, 2004). Für ihre berührende und intensive Performance als Eastwoods Protegé und Ersatztochter erhielt sie einen weiteren Oscar® sowie den Golden Globe® und den Screen Actors Guild Award®, darüber hinaus auch den Award der National Society of Film Critics und den Critics’ Choice Award. Eine weitere Nominierung für den Screen Actors Guild Award® wurde ihr sechs Jahre später für Tony Goldwyns aufwühlendes biografisches Drama CONVICTION ("Betty Anne Waters", 2010) zuteil, in dem sie eine reale Figur darstellte, eine couragierte Frau, die 20 Jahre für das Leben ihres unschuldig des Mordes verurteilten Bruders kämpft und dafür alles opfert.

Zu den weiteren wichtigen Filmen der Schauspielerin zählen Gary Marshalls romantische Ensemblekomödie NEW YEAR’S EVE ("Happy New Year", 2011), Mira Nairs biografisches Drama AMELIA ("Amelia", 2009), in dem sie eine weitere authentische Figur, die Flugpionierin Amelia Earhart, spielte, sowie das biografische Drama FREEDOM WRITERS ("Freedom Writers", 2007) und das romantische Drama P.S. I LOVE YOU ("P.S. Ich liebe Dich", 2007) - beide inszeniert von Autor/Regisseur Richard LaGravenese. Außerdem spielte sie in Stephen Hopkins’ Horrorthriller THE REAPING ("The Reaping - Die Boten der Apokalypse", 2007), eine echte Femme fatale in Brian DePalmas Romanadaption THE BLACK DAHLIA ("Black Dahlia", 2006), in Jon Amiels Science-Fiction-Drama THE CORE ("The Core - Der innere Kern", 2003), eine Polizistin aus Alaska in Christopher Nolans Thriller INSOMNIA ("Insomnia - Schlaflos", 2002) und in Charles Shyers’ Kostümdrama THE AFFAIR OF THE NECKLACE ("Das Halsband der Königin", 2001).

Seit Ende der 1990er Jahre tauchte Swank nur noch sehr selten im Fernsehen auf, wo sie ihre ersten beruflichen Schritte unternommen hatte. Eine rare Ausnahme machte sie 2004 für Katja von Garniers "Iron Jawed Angels" ("Alice Paul - Der Weg ins Licht"). In diesem biografischen Drama verkörperte sie eine berühmte amerikanische Feministin, zeigte sie eine darstellerische Leistung, die ihr in der Kategorie "Best Performance by an Actress in a Mini-Series or a Motion Picture Made for Television" eine Nominierung für den Golden Globe® wie auch für einen weiteren Screen Actors Guild Award® einbrachte. Neun Jahre später kehrte sie auf den Bildschirm zurück, spielte an der Seite von Brenda Blethyn die Hauptrolle im inspirierenden TV-Drama "Mary and Martha" - die wahre Geschichte zweier Frauen, die ihre Söhne durch Malaria verlieren und danach gemeinsam ihrem Leben einen neuen Sinn geben.

2008 gründete Hilary Swank mit Molly Smith die Produktionsgesellschaft 2S Films. Luke Greenfields Beziehungsfilm SOMETHING BORROWED ("Fremd Fischen", 2011) war der erste Film, den die Company in die Kinos brachte. Produzentin war Swank - wie auch bei George C. Wolfes Drama YOU’RE NOT YOU, das Ende dieses Jahres in die amerikanischen Kinos kommen soll. Hier verkörpert Swank erneut eine tragische Figur - eine unheilbar erkrankte Frau, die in einer ziellosen jungen Frau, gespielt von Emmy Rossum, unerwartet eine Pflegerin findet.

Miranda Otto (Theoline Belknapp)

Miranda Otto ist eine der international bekanntesten Schauspielerinnen Australiens, war in den deutschen Kinos zuletzt im Fantasyfilm I, FRANKENSTEIN ("I, Frankenstein", 2014) zu sehen. Hier verkörperte sie unter der Regie ihres Landsmanns Stuart Beattie eine kampfstarke Königin fantastischer Wesen. Auf den amerikanischen Bildschirmen ist sie aktuell in der neuen Serie "Rake" zu sehen, spielt hier eine Psychiaterin und die Ex-Frau von Greg Kinnear.

Ihr Filmdebüt feierte die Tochter des großen australischen Charakterdarstellers Barry Otto in Clytie Jessops Drama EMMA’S WAR ("Emmas Krieg", 1986), spielte hier die Tochter von Hollywoodstar Lee Remick.

Terrence Malicks zum Teil in Australien gedrehtes Kriegsdrama THE THIN RED LINE ("Der schmale Grat", 1998), in dem sie Ben Chaplins untreue Frau spielte, erregte auch Hollywoods Interesse. Die unmittelbare Folge davon war eine Rolle in Robert Zemeckis’ Geisterthriller WHAT LIES BENEATH ("Schatten der Wahrheit", 2000), in dem sie die neue, später scheinbar spurlos verschwundene Nachbarin des von Harrison Ford und Michelle Pfeiffer verkörperten Ehepaars darstellte. Komisch und kokett war Miranda Otto dann in Michel Gondrys meisterlicher Satire HUMAN NATURE ("Human Nature - Die Krone der Schöpfung", 2001) - hier glänzte sie als französische Assistentin eines von Tim Robbins gespielten Professors, die aus rein wissenschaftlichen Gründen das verwilderte menschliche Forschungsobjekt, verkörpert von Rhys Ifans, mit verführerischen Dessous an seine Naturtriebe erinnert.

Schließlich ergatterte sie ihre bis heute bekannteste Rolle, spielte die couragierte Königsnichte Eowyn, die sich unerwidert in den großen Krieger Aragorn verliebt, in Peter Jacksons Welthits THE LORD OF THE RINGS: THE TWO TOWERS ("Der Herr der Ringe - Die zwei Türme", 2002) und THE LORD OF THE RINGS: THE RETURN OF THE KING ("Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs", 2003). Zu den weiteren Filmen der Absolventin des National Institute of Dramatic Art (NIDA), einer angesehenen Schauspielschmiede Australiens, zählen John Moores Abenteuer-Remake FLIGHT OF THE PHOENIX ("Der Flug des Phoenix", 2004), in dem sie die einzige Frau in einer Gruppe miteinander streitender Männer war, und Steven Spielbergs Science-Fiction-Hit WAR OF THE WORLDS ("Krieg der Welten", 2005), in dem sie die in Trennung lebende Frau von Tom Cruise darstellte.

Zuletzt war Miranda Otto in Simone Norths Thriller IN HER SKIN ("I Am You - Mörderische Sehnsucht", 2009) und in Bruno Barretos biografischem Romantikdrama FLORES RATAS ("Die Poetin", 2013) zu sehen.

Grace Gummer (Arabella Sours)

Grace Gummer, Absolventin des Vassar College, einer der bedeutendsten amerikanischen Universitäten, sammelte erste berufliche Erfahrungen in TV-Serien wie "Gigantic", vor allem aber im Theater.

Ihr Bühnendebüt war Kristjan Thors Off-Broadway-Inszenierung von "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern", ein Stück der Schweizer Dramatikers Lukas Bärfuss. Hier spielte Gummer die weibliche Hauptrolle - eine junge Frau, die jahrelang mit Psychopharmaka ruhiggestellt wird und nach deren Absetzen ihre Sexualität entdeckt und einsetzt. Es folgte die Rolle von Leonatos Tochter Hero in William Shakespeares Komödie "Much Ado About Nothing" ("Viel Lärm um nichts"), die am Kirk Douglas Theater in Los Angeles aufgeführt wurde, und schließlich ihr Broadwaydebüt als Chloe Coverly in Tom Stoppards Drama "Arcadia" ("Arkadien"), für das sie mit dem Theatre World Award ausgezeichnet wurde. Ihre aktuellste Bühnenrolle fällt ins Jahr 2012, als sie in Daniel Sullivans Inszenierung von David Auburns Drama "The Columnist" die Stieftochter von John Lithgows Titelfigur darstellte.

Vor THE HOMESMAN spielte Grace Gummer, eine der drei Töchter Meryl Streeps, in Noah Baumbachs Komödie FRANCES HA ("Frances Ha", 2012) eine Tänzerin und Freundin der von Greta Gerwig dargestellten Titelfigur. Zu den aktuellen Projekten der Schauspielerin, die im Fernsehen auch in sieben Folgen von Aaron Sorkins Serie "The Newsroom" ("The Newsroom") und in zwei Episoden der Musicalserie "Smash" ("Smash") zu sehen war, zählen Mary Agnes Donoghues mit Katherine Heigl besetzte Komödie JENNY’S WEDDING sowie LEARNING TO DRIVE, der neue Film der spanischen Regisseurin Isabel Coixet.

Sonja Richter (Gro Svendsen)

Sonja Richter ist eine der renommiertesten Schauspielerinnen Dänemarks - mit zahllosen großen Bühnen-, aber auch vielen dramatischen Filmrollen, die ihr ganzes emotionales und darstellerisches Spektrum zeigen. Die mehrsprachige Mimin drehte Filme mit dänischer, schwedischer oder norwegischer Produktionsherkunft, zuletzt aber auch einen deutschen "Tatort". Ihr internationaler Durchbruch und bis heute bekanntester Kinofilm bleibt Susanne Biers Drama ELSKER DIG FOR EVIGT ("Für immer und ewig", 2002). Hier glänzte sie in der Rolle einer jungen Köchin, die von ihrem Verlobten nach dessen Querschnittlähmung verstoßen wird und sich ein neues Leben erschließen muss.

Zwei Jahre nach diesem Erfolg erhielt sie als eines von zehn europäischen Talenten den "Shooting Star" - eine Auszeichnung, die die European Film Promotion alljährlich auf den Internationalen Filmfestspielen von Berlin vergibt. Sie befand sich damals mit heute bekannten Kolleginnen wie Maria Simon, Thekla Reuten oder Elena Anaya in bester Gesellschaft. 2007 wurde sie für ihre darstellerische Leistung im dänischen TV-Mehrteiler "Forestillingen" auf dem Internationalen Fernsehfestival von Monte Carlo mit der Goldenen Nymphe prämiert. Im gleichen Jahr verlieh ihr Kronprinz Frederik von Dänemark für ihre Leistungen in Film, Fernsehen und Theater den bedeutendsten Kulturpreis ihrer Heimat - den Kronprinsparrets Kulturpris.

Für die wichtigsten dänischen Filmpreise Bodil und Robert wurde Sonja Richter insgesamt vier- bzw. dreimal vorgeschlagen. Zu ihren neben "Für immer und ewig" bekanntesten Filmen, die auch in Deutschland einen Kinostart hatten, zählen Jannik Johansens Gaunerkomödie REMBRANDT ("Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger", 2003), Annette K. Olesens Dogmadrama FORBRYDELSER ("In deinen Händen", 2004), Ole Bornedals satirischer Horrorthriller VIKAREN ("Alien Teacher", 2007) und zuletzt Mikkel Norgaards Thriller KVINDEN I BURET ("Erbarmen", 2013).

Hailee Steinfeld (Tabitha Hutchinson)

Gleich mit ihrem ersten Kinofilm, Joel und Ethan Coens Western-Remake TRUE GRIT ("True Grit", 2010), gelang der damals 14-jährigen Hailee Steinfeld der internationale Durchbruch. In den deutschen Kinos war sie zuletzt als Kevin Costners Tochter in der von McG inszenierten Actionkomödie 3 DAYS TO KILL ("3 Days to Kill", 2014) zu sehen.

Ihre verblüffend selbstbewusste und natürliche Darstellung der jungen Mattie Ross, die mit einem knorrigen, dem Alkohol zugeneigten Marshall, verkörpert von Jeff Bridges, den von Josh Brolin gespielten Mörder ihres Vaters jagt, brachte der aus über 15.000 Bewerberinnen ausgewählten Kalifornierin zahllose Auszeichnungen ein. Darunter vor allem eine Oscar®-Nominierung als "Beste Nebendarstellerin", eine Nominierung für den Screen Actors Guild Award® in der gleichen Kategorie sowie eine Nominierung für den Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) als "Beste Hauptdarstellerin”. Darüber hinaus erhielt sie diverse Auszeichnungen internationaler Kritikerverbände, darunter fanden sich Preise der Broadcast Film Critics Association, der Chicago Film Critics Association, der Toronto Film Critics Association und des Vancouver Film Critics Circle - jeweils in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin".

Diesem erstaunlichen Talentbeweis ließ sie Hauptrollen in Carlo Carleis Shakespeare-Adaption ROMEO & JULIET (2013), in der sie natürlich die Julia darstellte, und Gavin Hoods ENDER’S GAME ("Ender’s Game - Das große Spiel", 2013) folgen. In letzterer Verfilmung eines modernen Science-Fiction-Klassikers gehörte sie wie ihr junger Kollege Asa Butterfield zu einer Gruppe junger Elitekämpfer, die von Harrison Ford und Ben Kingsley auf den Krieg gegen außerirdische Aggressoren vorbereitet wurden.

Doch damit ist ihre explosive Entwicklung längst nicht abgeschlossen, denn THE HOMESMAN werden eine Reihe völlig unterschiedlicher, prominent besetzter Filme folgen. Zwei davon haben bereits auf dem letztjährigen Toronto International Film Festival ihre Premiere gefeiert. In Liza Johnsons Drama HATESHIP, LOVESHIP (2013) spielt sie an der Seite von Guy Pearce, Kristen Wiig und Nick Nolte, der ihren Großvater darstellt, ein wildes Mädchen. Als Teenagerin Sabitha versucht sie, ihr Kindermädchen mit ihrem Vater, einem Ex-Alkoholiker, zu verkuppeln. In John Carneys romantisch-musikalischem Drama BEGIN AGAIN ("Can a Song Save Your Life?", 2013), das im Oktober dieses Jahres auch in die deutschen Kinos kommen soll, hat sie die Rolle der Tochter von Catherine Keener und Mark Ruffalo übernommen. Ruffalo verkörpert einen glücklosen Musikproduzenten, der in einer New Yorker Bar die Stimme von Gretta entdeckt, die von Keira Knightley dargestellt wird. Gemeinsam versuchen die junge Frau, der von ihrem langjährigen Freund das Herz gebrochen wurde, und der von seiner Familie entfremdete Produzent ihrem Leben eine Wende zu geben.

Steinfeld begann bereits im Alter von acht Jahren mit der Schauspielerei, belegte ein ganzes Jahr vorbereitende Kurse, bevor sie sich in ihr erstes Vorsprechen wagte. Vor und nach ihrem Durchbruch mit "True Grit" war die Kalifornierin, die mit ihrer Familie in Los Angeles lebt, auch in einigen Kurzfilmen zu sehen. Darunter fallen Vincent Raisas HEATHER: A FAIRY TALE (2008), Cameron Sawyers SHE’S A FOX (2009), Aimee Longs GRAND CRU (2010) sowie Megan Weavers WITHOUT WINGS (2010).

Darüber hinaus war Steinfeld 2011 das Gesicht der Herbstkampagne von Miu Miu, der etwas preiswerteren Damenkollektion von Miuccia Prada. Die Beziehung zu dem bekannten Modelabel hatte allerdings bereits früher begonnen, als sie bei der Verleihung der Screen Actors Guild Awards® erstmals Prada trug. Ungeachtet ihres jungen Alters wurde Steinfeld immer wieder für ihr Modebewusstsein gelobt, nicht zuletzt auch von Andre Leon Talley, der viele Jahre leitender Moderedakteur von Vogue war. Ihren guten Geschmack konnte sie April 2013 auch auf der CinemaCon in Las Vegas beweisen, wo sie als "Female Star of Tomorrow" ausgezeichnet wurde, wie auch Juni 2013 bei der jährlich veranstalteten Women-in-Film-Gala, auf der sie den Face of the Future Award erhielt.

Meryl Streep (Altha Carter)

Meryl Streep ist der Inbegriff von schauspielerischer Qualität, Vielseitigkeit und Konstanz - in Film und Fernsehen wie auch auf der Bühne. Von den 46 Spielfilmen, für die sie seit ihrem Debüt in Fred Zinnemans Drama JULIA ("Julia", 1977) vor der Kamera stand, brachten ihr achtzehn eine Oscar®-Nominierung ein. Ein Rekord, der in der Filmgeschichte konkurrenzlos ist. Dabei entfallen nur drei auf die Kategorie "Beste Nebendarstellerin", der Rest auf die Kategorie "Beste Hauptdarstellerin".

Erstmals für den Oscar® vorgeschlagen wurde sie als "Beste Nebendarstellerin" für Michael Ciminos Meisterdrama THE DEER HUNTER ("Die durch die Hölle gehen", 1978), erstmals ausgezeichnet in der gleichen Kategorie für Robert Bentons Drama KRAMER VS. KRAMER ("Kramer gegen Kramer", 1979). Zwei Oscars® als "Beste Hauptdarstellerin" sollten folgen - für Alan J. Pakulas bewegende Literaturadaption SOPHIE’S CHOICE ("Sophies Entscheidung", 1982) und zuletzt für Phyllida Loyds biografisches Drama THE IRON LADY ("Die Eiserne Lady", 2011). Ihre Interpretation der britischen Politikerin Margaret Thatcher brachte ihr darüber hinaus einen von insgesamt acht Golden Globes® sowie den Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ein. Streeps bislang letzte Oscar®-Nominierung wurde ihr als "Beste Darstellerin” für John Wells’ Theaterverfilmung AUGUST: OSAGE COUNTY ("Im August in Osage County”, 2013) zuteil.

Abseits ihrer Arbeit vor der Kamera und auf der Bühne engagiert sich die Vollblutschauspielerin seit vielen Jahren für Menschenrechte und Umweltschutz, setzt sich dabei schwerpunktmäßig für Gleichberechtigung und Gleichstellung ein. Zu den namhaften Interessensvertretungen und Organisationen, die sie unterstützt, gehören unter anderem Mothers and Others, The National Resources Defense Council, Equality Now, Women for Women International, Partners in Health, The National Women’s History Museum und Women in the World. Darüber hinaus ist Streep Mitglied der Academy of Arts and Letters und erhielt neben ihren Filmpreisen zahllose andere Auszeichnungen. Darunter fallen der Lifetime Achievement Award des American Film Institute, der Kennedy-Preis (Kennedy Center Honor), den das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington vergibt, sowie die National Medal of the Arts, die sie 2010 aus den Händen von Barack Obama erhielt.

THE HOMESMAN ist nach Robert Altmans Dramödie A PRAIRIE HOME COMPANION ("Robert Altman’s Last Radio Show”, 2006) und David Frankels Beziehungsdramödie HOPE SPRINGS ("Wie beim ersten Mal", 2012) der dritte gemeinsame Film von Tommy Lee Jones und Meryl Streep. Zu den aktuellen Projekten der auch im fünften Karrierejahrzehnt vielgefragten Schauspielerin zählen Sarah Gavrons Drama SUFFRAGETTE und Phillipe Noyces Science-Fiction-Drama THE GIVER ("The Giver - Hüter der Erinnerung"), das am 25. September dieses Jahres auch in die deutschen Kinos kommen wird.

John Lithgow (Reverend Alfred Dowd)

John Lithgow steht seit 42 Jahren vor der Kamera, ist in Komödien und Dramen gleichermaßen versiert und war in den deutschen Kinos zuletzt in drei prominent besetzten Filmen zu sehen. In Judd Apatows Komödie THIS IS 40 ("Immer Ärger mit 40", 2012) verkörperte er Leslie Manns Vater, in Jay Roachs Politkomödie THE CAMPAIGN ("Die Qual der "Wahl", 2012) an der Seite von Will Ferrell und Zach Galifianakis einen erzkonservativen Wahlspender und schließlich in Rupert Wyatts Science-Fiction-Drama RISE OF THE PLANET OF THE APES ("Planet der Affen: Prevolution", 2011) James Francos Vater, dessen Alzheimer-Erkrankung eine Entwicklung auslöst, die die Welt völlig verändert.

John Lithgows Domäne allerdings ist die Bühne, hier machte er auch seine ersten Schritte als Charakterdarsteller von Format. Bereits drei Wochen nach seinem Broadwaydebüt in David Storeys "The Changing Room" wurde er mit dem Tony®, dem wichtigsten amerikanischen Theaterpreis, ausgezeichnet. Neunzehn weitere Broadwayproduktionen folgten und mit ihnen viele weitere Auszeichnungen, darunter ein zweiter Tony®, vier weitere Tony®-Nominierungen, vier Drama Desk Awards und schließlich die Aufnahme in die Theatre Hall of Fame.

Nicht minder erfolgsgekrönt ist seine Karriere im Kino. In direkt aufeinanderfolgenden Jahren wurde er zweimal für den Oscar® als "Bester Nebendarsteller" nominiert. Zunächst für die sensitive Darstellung eines Transsexuellen in George Roy Hills Bestsellerverfilmung THE WORLD ACCORDING TO GARP ("Garp - und wie er die Welt sah", 1982), dann auch für James L. Brooks’ Oscar®-Erfolg TERMS OF ENDEARMENT ("Zeit der Zärtlichkeit", 1983), in dem er als Bankangestellter mit Debra Winger eine Affäre begann.

Erstmals große Aufmerksamkeit erregte Lithgow als undurchschaubarer Familienfreund in Brian DePalmas Thriller OBSESSION ("Schwarzer Engel", 1976). Über 30 weitere Kinorollen folgten. Darunter fallen Bob Fosses Musical ALL THAT JAZZ ("Hinter dem Rampenlicht", 1979), Brian DePalmas Thriller BLOW OUT ("Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren", 1981) und die von mehreren Regisseuren inszenierte Fantasy-Horroranthologie TWILIGHT ZONE: THE MOVIE ("Unheimliche Schattenlichter", 1983) - mit Lithgow als zu Tode erschreckter Flugpassagier. Außerdem spielte er einen erzkonservativen Prediger und Familienvater in Herbert Ross’ Musical FOOTLOOSE ("Footloose", 1984), in Peter Hyams’ Science-Fiction-Sequel 2010 ("2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen", 1984), in W.D. Richters exzentrischer Science-Fiction-Komödie BUCKAROO BANZAI ("Buckaroo Banzai - Die 8.Dimension", 1984), einen sympathischen Vater in William Dears Komödie HARRY AND THE HENDERSONS ("Bigfoot und die Hendersons", 1987), eine gefährliche multiple Persönlichkeit in Brian DePalmas Thriller RAISING CAIN ("Mein Bruder Kain", 1992), in Russell Mulcahys Thriller RICOCHET ("Ricochet - Der Aufprall", 1991), Renny Harlins Actiondrama CLIFFHANGER ("Cliffhanger - Nur die Starken überleben", 1993), Jake Kasdans Komödie ORANGE COUNTY ("Nix wie raus aus Orange County", 2002) und in den preisgekrönten Bill-Condon-Filmen KINSEY ("Kinsey", 2004) und DREAMGIRLS ("Dreamgirls", 2006).

Auch im Fernsehen konnte Lithgow große Erfolge verbuchen. Elfmal wurde er allein für den Emmy® nominiert, erhielt den wichtigsten TV-Preis schließlich für seine Darstellung in einer Folge der Anthologie "Amazing Stories" ("Unglaubliche Geschichten"). Drei weitere Emmys® folgten für seine Hauptrolle in der populären NBC-Sitcom "3rd Rock From the Sun" ("Hinterm Mond gleich links"). Sechs Jahre lief die Sitcom äußerst erfolgreich, brachte Lithgow eine Fülle weiterer Auszeichnungen ein, darunter einen Golden Globe®, zwei Preise der Screen Actors Guild®, einen American Comedy Award und schließlich auch einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Seinen bislang letzten Emmy®, den insgesamt fünften, eroberte er mit der Darstellung des unheimlichen fiktiven Serienmörders Trinity Killer, den er 12 Folgen lang in der vierten Staffel des Serienhits "Dexter" ("Dexter") verkörperte.

Neben Bühne, Film und Theater fand das Multitalent auch Zeit, sieben Kinderbilderbücher zu schreiben, die es auf die Bestsellerliste der New York Times schafften. Außerdem entwickelte er zwei Bastelbücher für Kinder und Eltern, Lesebücher für Grundschulen und trug für junge Leser einen Band mit 50 berühmten Gedichten zusammen. Auch in diesem neuen Betätigungsfeld erhielt er Auszeichnungen, darunter zwei Parent’s Choice Silver Honor Awards und vier Grammy®-Nominierungen. Lithgows jüngstes Kinderbuch "I Got Two Dogs" erschien Oktober 2008 bei Simon and Schuster. Darüber hinaus beteiligte sich der Alleskönner an Kinderkonzerten mit den Sinfonieorchestern von Chicago, Pittsburgh, Detroit, Baltimore und San Diego, trat mit dem Orchestra of St. Luke’s in der Carnegie Hall auf und veröffentlichte drei CDs für Kinder.

Nach THE HOMESMAN wir John Lithgow Teil des herausragenden Ensembles von Christopher Nolans Science-Fiction-Film INTERSTELLAR sein, der am 6. November dieses Jahres auch in die deutschen Kinos kommen soll.

James Spader (Aloysius Duffy)

James Spader steht seit über 30 Jahren vor der Kamera, gehörte bereits in den 1980er Jahren zu den interessantesten Nachwuchsdarstellern Hollywoods und ist heute ein Charakterschauspieler, der sich in den letzten Jahren mit Hauptrollen in erfolgreichen TV-Serien Kultstatus erworben hat.

Aktuell spielt er in der neuen Hitserie "The Blacklist" ("The Blacklist") einen undurchschaubaren Ex-Geheimdienstmitarbeiter und gesuchten Landesverräter, der unerwartet mit dem FBI zusammenarbeitet. Mit seiner Rolle des unorthodoxen brillanten Anwalts Alan Shore gelang ihm in der amerikanischen TV-Geschichte ein einzigartiges Kunststück. Er führte die Figur in der Hitserie "The Practice" ("The Practice - Die Anwälte") ein und machte sie so populär, dass sie Mittelpunkt des Serienablegers "Boston Legal" ("Boston Legal") wurde und ihm schließlich drei Emmys® einbrachte. Das Außergewöhnliche und von keinem Schauspieler zuvor Erreichte war der Emmy®-Gewinn 2004 und 2005 für die gleiche Rolle, aber in verschiedenen Serien. Zu den wichtigsten Kinofilmen Spaders, der 2009/2010 auch eine Hauptrolle in der Broadway-Inszenierung von David Mamets Drama "Race" übernahm, zählt Steven Soderberghs sensibles Drama SEX, LIES AND VIDEOTAPE ("Sex, Lügen und Video", 1989), das ihm für die Interpretation eines Mannes, der die erotischen Fantasien von Frauen auf Video dokumentiert, den Darstellerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes einbrachte. Auch einige andere, bekannte Filme Spaders setzen sich unorthodox mit sexuellen Themen auseinander. Darunter fallen David Cronenbergs bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Romanverfilmung CRASH ("Crash", 1996), die sich um Unfallfetischismus dreht, und Steven Shainbergs Komödie SECRETARY ("Secretary", 2002), die ihren Fokus humorvoll auf Sadomasochismus legt.

Unter seine weiteren nennenswerten Filme fallen Howard Deutchs Teenklassiker PRETTY IN PINK ("Pretty in Pink", 1986), Marek Kanievskas Bret-Easton-Ellis-Adaption LESS THAN ZERO ("Unter Null", 1987), in der Spader einen skrupellosen Dealer und Clubbesitzer verkörperte, Mike Nichols’ satirisches Fantasydrama WOLF ("Wolf - Das Tier im Manne", 1994), in dem er von Werwolf Jack Nicholson gebissen und schließlich von Michelle Pfeiffer erschossen wurde, Roland Emmerichs Hit STARGATE ("Stargate", 1994) und John Herzfelds Drama 2 DAYS IN THE VALLEY ("2 Tage in L.A.", 1996), in dem er als eiskalter Killer beunruhigte. In den deutschen Kinos war der 54-Jährige zuletzt als Anwalt in Steven Spielbergs biografischem Drama LINCOLN ("Lincoln", 2012) zu sehen. Nach THE HOMESMAN hat er die Rolle des Bad Guy in Joss Whedons Eventfilm AVENGERS: AGE OF ULTRON ("Marvel’s The Avengers 2") übernommen.

Michael Fitzgerald (Produktion)

Michael Fitzgerald wurde als Sohn des Lyrikers Robert Fitzgerald in New York geboren, wuchs aber in Italien und Irland auf, wo er einen Großteil seiner schulischen Ausbildung erfuhr. Nach seinem Abschluss an der Elite-Universität Harvard versuchte er sich in Rom als Drehbuchautor durchzusetzen. Sein erstes verfilmtes Drehbuch, das er gemeinsam mit seinem Bruder Benedict schrieb, führte auf gewisse Weise in seine eigene Vergangenheit zurück. John Huston inszenierte schließlich das Drama WISE BLOOD ("Die Weisheit des Blutes", 1979), zu dessen Produzenten auch Fitzgerald gehörte. Vorlage war ein Roman der amerikanischen Schriftstellerin Flannery O’Connor, die eine enge Freundin seiner Eltern und damit gelegentlich auch Babysitterin der Fitzgerald-Kinder war.

John Huston wurde Fitzgeralds Mentor in der Filmbranche, inszenierte auch dessen zweite Produktion, das Trinkerdrama UNDER THE VOLCANO ("Unter dem Vulkan", 1984). Diese Adaption eines Romans von Malcolm Lowry brachte Albert Finney eine Oscar®-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" und Komponist Alex North eine weitere für die "Beste Musik" ein. Es folgten acht weitere Spielfilm-Produktionen, die Fitzgeralds vielseitige Interessen und Engagement für ungewöhnliche, international realisierte Stoffe unterstrichen. Den Beweis dafür liefern Cliff Osmonds Drama THE PENITENT (1988), Bruce Beresfords Kolonialdrama MISTER JOHNSON ("Mister Johnson", 1990), Miklós Jancsós ungarisches Drama KÉK DUNA KERINGÖ (1992), die hochgelobte Friedrich-Dürrenmatt-Adaption THE PLEDGE ("Das Versprechen", 2001), die er zusammen mit Regisseur Sean Penn produzierte, außerdem die Dramödie COLOUR ME KUBRICK (2005), inszeniert von Brian W. Cook, der dem Produzententeam von "Das Versprechen" angehört hatte, und Tommy Lee Jones’ Filmregiedebüt THE THREE BURIALS OF MELQUIADES ESTRADA ("Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada", 2005). Der Film lief im Wettbewerb bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes und brachte Tommy Lee Jones den Darstellerpreis und Guillermo Arriaga den Preis für das "Beste Drehbuch" ein.

Zuletzt produzierte Fitzgerald Bertrand Taverniers mit Jones besetztes Kriminaldrama IN THE ELECTRIC MIST ("In The Electric Mist - Mord in Louisiana", 2008) sowie die Räuber-Dramödie CLOSER TO THE MOON (2013), die der Rumäne Nae Caranfill nach eigenem Drehbuch inszenierte.

Peter Brant (Produktion)

Peter Brant ist ein amerikanischer Unternehmer, Firmenchef, Verleger, Philanthrop, Sportler, Kunstsammler und Filmproduzent. Seine vielfältigen persönlichen Interessen und geschäftlichen Unternehmungen haben zu großen Erfolgen im Geschäftsleben, in philanthropischen Aktionen und auf dem Kunstsektor geführt.

Brant ist Vorstandvorsitzender und Firmenchef von White Birch Paper - ein Unternehmen, das als Hersteller hochwertigen Papiers für Zeitungen und Telefonbücher zu den größten in Nordamerika zählt, dabei vier Papiermühlen in den USA und Kanada unterhält. Darüber hinaus besitzt und führt er das Verlagshaus Brant Publications, das er 1984 mitgründete. Zu den bekanntesten Titeln, die sein Verlag herausbringt, zählen The Magazine Antiques, Art in America, Modern Magazine sowie Interview, das Kultmagazin, das von Andy Warhol entwickelt wurde.

Sein starkes Interesse an der Kunst führte Peter Brant auch ins Filmgeschäft. So war er Ausführender Produzent einiger Filme, die Künstler in den Mittelpunkt stellten. Dazu gehören Julian Schnabels biografisches Drama BASQUIAT ("Basquiat", 1996), Ed Harris" biografisches Drama POLLOCK ("Pollock", 2000) und Rick Burns’ TV-Dokumentation "Andy Warhol: A Documentary", die 2006 mit dem Peabody Award und dem Emmy® ausgezeichnet wurde. Sein philanthropisches Anliegen konzentriert Brant heute auf die Stiftung The Brant Foundation und das Ausstellungszentrum und Kunstmuseum The Brant Foundation Art Study Center. Mit Stiftung und Museum unterstützt und fördert Brant das Verständnis für Moderne Kunst und Modernes Design.

Brian Kennedy (Produktion)

Brian Kennedy ist ein erfolgreicher schottischer Geschäftsmann, der sich in vielen Bereichen unternehmerisch engagiert. Das Spektrum reicht dabei von erneuerbaren Energien über Fabrikation und Herstellung von Waren, bis hin zu Gewerbeimmobilien und Profisport. Darüber hinaus gründete er BKT, eine Wohltätigkeitsstiftung, die sozial benachteiligte Kinder unterstützt und fördert. THE HOMESMAN ist seine erste Filmproduktion, in der er darüber hinaus auch in einer kleinen Rolle zu sehen ist.

Luc Besson (Produktion)

Luc Besson gehört als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent zu den treibenden Kräften des französischen Films, konnte mit seinen größten Hits auch viele internationale Erfolge verzeichnen. In den deutschen Kinos war er zuletzt mit seiner prominent besetzten Actionkomödie THE FAMILY ("Malavita - The Family", 2013) präsent, darüber hinaus produzierte er zuletzt den von McG inszenierten humorvollen Thriller 3 DAYS TO KILL ("3 Days to Kill", 2014) sowie Camille Delamarres Actiondrama BRICK MANSIONS ("Brick Mansions", 2014).

Der Sohn zweier Tauchlehrer entdeckte das Kino richtig erst als Teenager, arbeitete ein paar Jahre in Frankreich und in den USA an verschiedenen Filmproduktionen mit, darunter an Claude Faraldos Drama DEUX LIONS AU SOLEIL (1980), bevor er 1983 mit dem postapokalyptischen Überlebensdrama LE DERNIER COMBAT ("Der letzte Kampf", 1983) seine erste Regiearbeit vorlegte. Dafür wurde er erstmals für den César vorgeschlagen.

Von Beginn an hatte Besson als Regisseur bildgewaltiges Genrekino mit internationaler Zugkraft im Auge, inszenierte als Nächstes die mit Isabelle Adjani und Christopher Lambert besetzte Gangster- und Liebesgeschichte SUBWAY ("Subway", 1985). Auch hier gab es für Besson eine César-Nominierung - wie auch für die nächsten fünf Filme, die er inszenierte. Mit der Geschichte der Freundschaft zweier leidenschaftlicher Freitaucher erzielte der Pariser Filmemacher, der bei seinen Inszenierungen stets auch als Produzent, Drehbuchautor oder Koautor in Erscheinung tritt, seinen größten Erfolg in Frankreich. Allein in seiner Heimat strömten über neun Millionen Zuschauer in LE GRAND BLEU ("Im Rausch der Tiefe", 1988), der sich zu einem echten Phänomen entwickelte und später, mit einer längeren Fassung, noch einmal ins Kino kam.

Auch mit seinen nächsten beiden Filmen, den Actiondramen LA FEMME NIKITA ("Nikita", 1990) und LÉON ("Léon - Der Profi", 1994) landete Besson internationale Erfolge, machte er auch Hollywood auf sich aufmerksam. Dazwischen inszenierte er den Dokumentarfilm ATLANTIS ("Atlantis", 1991) und brachte damit noch einmal seine Faszination für die Unterwasserwelt, aber auch seine wachsende Sorge um deren Erhaltung zum Ausdruck. Ganz andere Welten besuchte er mit seinem schrägen, visuell eindrucksvollen Science-Fiction-Hit THE FIFTH ELEMENT ("Das fünfte Element", 1997), der sich in den USA zu einem der erfolgreichsten französischen Filme überhaupt entwickelte und Besson nach fünf Nominierungen endlich den wichtigsten Filmpreis seiner Heimat, den César, einbrachte. Zwei Jahre später folgte eine weitere für sein Historienepos JOAN OF ARC ("Johanna von Orleans", 1999), das - für ihn typisch - erneut eine starke Frauenfigur in den Fokus rückte.

Ein Jahr später leitete er die Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, war damit mit 45 Jahren der jüngste Künstler, dem je diese Ehre zuteil wurde. Im gleichen Jahr gründete er EuopaCorp, eine Produktionsgesellschaft, die selbst auch als Verleih auftritt, und zu den Motoren der europäischen Filmindustrie gehört. Für EuropaCorp hat Besson in den letzten 14 Jahren als Drehbuchautor und Produzent an zahllosen Actionfilmen, Komödien und Dramen mitgearbeitet. Zu den über 20 Skripts, an denen er in dieser Zeit beteiligt war, zählen auch die Vorlagen für Gérard Pires’ Actionkomödie TAXI ("Taxi", 1998) und die drei ähnlich erfolgreichen Fortsetzungen, für Corey Yuens Franchise-Ouvertüre THE TRANSPORTER ("Transporter", 2002), die es bisher auf zwei Fortsetzungen brachte, sowie Pierre Morels TAKEN ("96 Hours", 2008) und Olivier Megatons Fortsetzung TAKEN 2 ("96 Hours - Taken 2", 2012), die mit einem Einspiel von 139 Millionen Dollar in den USA der erfolgreichste französische Film aller Zeiten ist.

Nach einer sechsjährigen Pause kehrte Besson mit der märchenhaften Romanze ANGEL-A ("Angel-A", 2005) auf den Regiestuhl zurück. In den folgenden Jahren widmete sich der Vater vierer Töchter und eines Sohnes einem deutlich jüngeren Publikum. In einer Mischung aus Live-Action und digitaler Animation inszenierte er nach seinem eigenen Kinderbuch das Fantasyabenteuer ARTHUR ET LES MINIMOYS ("Arthur und die Minimoys", 2006) wie auch die beiden Fortsetzungen ARTHUR ET LA VENGEANCE DE MALTAZARD ("Arthur und die Minimoys - Die Rückkehr des bösen M", 2009) und ARTHUR 3: LA GUERRE DES DEUX MONDES ("Arthur und die Minimoys - Die große Entscheidung", 2010). Nach diesen Erfolgen legte er mit LES AVENTURES EXTRAORDINAIRES D’ADÈLE BLANC-SEC ("Adèle und das Geheimnis des Pharaohs", 2010) eine mit Louise Bourgoin besetzte Abenteuer-, Fantasy- und Komödienelemente harmonisierende Adaption der Graphic Novels von Jacques Tardi vor. Bereits ein Jahr später kam THE LADY ("The Lady - Ein geteiltes Herz", 2011) in die Kinos, ein biografisches Drama über Aung San Suu Kyi, die Leitfigur der Demokratiebewegung in Myanmar. Die Hauptrolle der charismatischen Politikerin übernahm Michelle Yeoh.

Nach THE HOMESMAN arbeitet Luc Besson, der auch zahlreiche Musikvideos für Künstler wie Serge Gainsbourg oder Mylène Farmer sowie Werbespots für international bekannte Marken inszeniert hat, bereits an seinem nächsten Film. Im Mittelpunkt von LUCY, dessen deutscher Filmstart für Anfang September dieses Jahres geplant ist, steht eine von Scarlett Johansson dargestellte Drogenschmugglerin, die durch eine Fügung des Schicksals plötzlich Superkräfte entwickelt.

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